Reiseabenteuer

Abenteuer Great Britain

Bericht einer Schülerexpedition

Was um alles in der Welt treibt zwei Jugendliche dazu an, sich vier wochenlang der winterlichen Kälte auszusetzen? Warum das heimische, muckelig warme Wohnzimmer verlassen, nach Großbritannien reisen und dort die Nacht bei Frost und Eis im Zelt verbringen?

Fremde Länder bereisen, Menschen, Kultur und Landschaft erkunden, klar doch, das hat seinen Reiz. Aber Hotels, Jugendherbergen oder Bed & Breakfast – ist doch alles gar nicht so teuer. Warum auf diesen Komfort verzichten und stattdessen zelten? Haben die beiden Teenager kein Geld für ein wenig zeitgemäße Dekadenz? Ist das auch der Grund, warum sie die Vorzüge von Auto, Bahn oder Flugzeug entbehren? Oder warum verschwenden sie Stunden, ja sogar Tage um per Anhalter umher zureisen? Verzichten zudem freiwillig auf morgendliche Dusche samt Frühstücksei, Küche und Kühlschrank, Bett und Badezimmer, ja sogar auf Fernseher und Facebook.

Weder Eltern noch Lehrer verlangen das von uns, ganz im Gegenteil, es hat uns viel Aufwand und Überzeugungsarbeit gekostet unser Vorhaben durchzusetzen. Es war allein unser Wille, der eigene Ehrgeiz, der uns angetrieben hat. Die Lust auf was Neues, ein reales Abenteuer jenseits der fiktiven Playstation-Parallelwelt.

Warum denn überhaupt nach Großbritannien? Ein Grund war der Wunsch unser Englisch auszubauen. Und Trampen ist aus eigener Erfahrung eine wunderbare Möglichkeit um in Kontakt mit Menschen zu treten, die man sonst womöglich sogar meiden würde, aber dazu später mehr.

Ein weiterer Programmpunkt war der geplante Besuch verschiedener Transition Towns, natürlich ebenfalls eine vorzügliche Gelegenheit um mit sympathischen Locals sein Englisch auszureizen. „Transition Towns“ – das ist die Bezeichnung für eine Neuerscheinung von Bürgerinitiativen, die mit viel Kreativität und Engagement eine lebenswerte postfossile Zukunft anstreben, also eine nachhaltige Lebensweise jenseits von Öl und Gas.

Zu guter Letzt - sollten wir Wales denn überhaupt per Anhalter erreichen - war da noch ein Naturerlebnis der besonderen Art eingeplant: Wandern in den Weiten des Nationalparks „Brecon Beacons“ in Südwales, sicher ein Höhepunkt unserer Expedition. (neben vielen anderen!)

Kleines Feuer zum KOchen im Brecon Beacons Nationalpark in Wales

Vorbereitet und ausgeführt haben wir diese erlebnisreiche Bildungstour als Oberstufen-Expedition an der Windrather Talschule. Eine kleine Waldorfschule in Langenberg, die erkannt hat, dass Jugendliche nicht nur im Klassenzimmer Theorie und Stoff pauken wollen. Es gibt so viel zu entdecken in unserer faszinierenden Welt. Und dabei kann man wertvolle Erfahrungen sammeln und sehr viel lernen.

Ich freue mich jedenfalls über Ihr Interesse an unserem Projekt und ich hoffe mir gelingt es, etwas von dem zu vermitteln, was wir in dieser aufregenden Zeit erleben durften und was dabei in uns vorgegangen ist.

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Jan Temmel

Jan Temmel

Mediengestalter, Fotoartist & Blogger

Aufgewachsen in einem System, in dem Wir Menschen mit schockierender Rücksichtslosigkeit die Ausbeutung von Mutter Erde forcieren.
Aufgewacht in einer Welt, die ist, zu was Wir sie machen. Deshalb suche ich neue Wege! Und deshalb schreibe ich diesen Blog!

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